108:2 Gott, übergehe nicht mein lob mit Schweigen, * denn der mund des Sünders und der mund des betrügers ist gegen mich aufgetan.
108:3 Sie redeten wider mich mit trügerischer zunge und um geben mich mit Worten des Hasses, * und sie bekämpften mich ohne Grund.
108:4 Anstatt mich zu lieben, zogen sie mich herab; * ich aber betete.
108:5 und sie setzten gegen mich böses für Gutes * und Hass für meine liebe.
108:6 „Stelle einen Sünder über ihn, * und der Teufel stehe zu seiner rechten.
108:7 Wenn er gerichtet wird, gehe er verurteilt hinaus, * und sein Gebet werde zur Sünde.
108:8 Seine Tage sollen wenige sein * und sein Amt erhalte ein anderer.
108:9 Seine Söhne sollen Waisen werden * und seine Frau eine Witwe.
108:10 unstet sollen seine Söhne umherziehen und betteln, * und sie sollen vertrieben werden aus ihren Wohnungen.
108:11 Der Wucherer spüre all seine Habe auf, * und Fremde sollen plündern, was er mühsam erworben.
108:12 Kein Helfer soll ihm sein, * und keiner soll sein, der sich erbarmt seiner Waisen.
108:13 Seine nachkommen seien bestimmt zum untergang, * in einer Gene ration werde ausgetilgt sein name.
108:14 in Erinnerung kehre zurück die Schuld seiner Väter vor dem Angesicht des Herrn, * und die Sünde seiner mutter werde nicht getilgt.
108:15 Sie [Schuld und Sünde] seien vor dem Herrn immerdar, und ausgelöscht von der Erde werde das Andenken an jene.“ * Weil er nicht daran dachte, barmherzigkeit zu üben,
108:17 sondern den hilflosen menschen verfolgte und den Armen * und den, der im Herzen erschüttert ist, um ihn zu töten,
108:18 und er den Fluch liebte und der komme über ihn ­, * und er den Segen nicht wollte und der bleibe fern von ihm ­,
108:18 und er den Fluch anzog wie ein Gewand, * und er drang wie Wasser in sein inneres und wie Öl in seine Gebeine,
108:19 sei er ihm wie ein Gewand, das ihn bedeckt * und wie ein Gürtel, der ihn stets umschlingt.
108:20 Dies sei der lohn für die, die mich verleumden beim Herrn * und die böses reden gegen meine Seele.
108:21 Du aber, Herr, Herr, handle an mir um Deines namens willen, * denn lieblich ist Deine barmherzigkeit.
108:22 befreie mich, denn bedürftig und arm bin ich, * und mein Herz ist verwirrt in mir.
108:23 Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, werde ich hingerafft * und abgeschüttelt wie Heuschrecken.
108:24 meine Knie sind geschwächt vom Fasten, * und mein Fleisch ist abgezehrt wegen des Öls.
108:25 und ich bin ihnen zum Hohn geworden, * sie sahen mich und schüttelten ihre Köpfe.
108:26 Hilf mir, Herr, mein Gott, * schaffe mir Heil nach Deiner barmherzigkeit.
108:27 und sie sollen wissen, dass dies Deine Hand ist, * und dass Du, o Herr, es vollbracht hast.
108:28 Sie mögen fluchen, und Du wirst segnen; * die sich gegen mich erheben, mögen zuschanden werden, Dein Knecht aber wird erfreut.
108:29 bekleidet werden sollen, die mich verleumden, mit Schande, * und umhüllt werden wie mit einem mantel sollen sie von ihrer Schmach.
108:30 ich will preisen den Herrn mit meinem mund, * und inmitten Vieler will ich ihn loben.
108:31 Denn er stand zur rechten des Armen, * um meine Seele vor den Verfolgern zu retten.
